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Überreizte Neurosensitivität? Warum Abgrenzung keine gute Lösung ist.

Aktualisiert: 19. März

Bist du häufig in der Verteidigung, am Abwehren, dich schützen vor allen möglichen Reizen und Energien? Was dich viel Kraft und Energie kostet? Und wüsstest du gerne, warum Abgrenzung nicht die Lösung ist und was anstelle davon helfen würde? Dann lies gerne weiter!


Wenn du schnell die Antwort wissen willst, dann gehe direkt zum letzten Punkt-> Meinen eigenen Raum einnehmen und gestalten.


Innenwelt, Abgrenzung und Integration (Urformen)
Innenwelt, Abgrenzung und Integration (Urformen)

Stark neurosensitive Menschen verfügen per Definition über eine erhöhte Wahrnehmung (vgl. Definition Neurosensitivität -> klick). Das heisst, ihr Thalamus – das ist der Filter im Gehirn, der alle eingehenden Sinnesreize auf ihre Relevanz prüft, bevor sie ins Bewusstsein vorgelassen werden – lässt bei ihnen mehr Reize durch als bei weniger sensitiven Menschen.


Dies ist auf der einen Seite eine grosse Bereicherung, weil eine erhöhte Wahrnehmung ein intensiveres Erleben angenehmer Reize wie z.B. zarte Blumendüfte ermöglicht, aber auch anfälliger machen kann für Überstimulation, also reizbarer und schneller gestresst - je nachdem, wie jemand gelernt hat, mit negativen Reizen umzugehen.


Dabei machen die Reize von aussen gerade mal 1% der Wahrnehmung aus (Quelle: Gerhard Roth, Neurowissenschaftler an der Universität Bremen), bei erhöht Wahrnehmenden etwas mehr. Den ganzen Rest liefert das Gedächtnis, das durch unsere Erfahrungen und unser Weltbild geprägt ist (mehr Infos dazu in meinen Video-Blog "Wie Bilder Emotionen steuern, Teil 1 -> klick).


Und da wir Menschen dazu neigen, unsere interpretative Wahrnehmung mit «Wahrheit» gleichzusetzen, gibt es so viele «Wahrheiten» wie Menschen. Alles ist relativ, wie Einstein schon sagte…

Wahrnehmen durch die Brille der erlernten Glaubenssätze

Unsere Wahrnehmung ist also vorwiegend «hausgemacht», weil das Gehirn die eintreffenden Sinnesreize entsprechend seiner Prägungen zu einem Bild vervollständigt.


Das hat auch grosse Vorteile. Da das Gehirn von stark Neurosensitiven sehr dicht verschaltet ist, ermöglicht es viele Assoziationen und befähigt zu einem vernetzten, kreativen und bei manchen auch innovativen Denken.


Die Schattenseite dieser Qualität überwiegt dann, wenn du aus deiner Prägung heraus vor allem im Vermeidungsmodus denkst und handelst.


Dann interpretierst du viele eingehenden Reize als «feindlich», gegen dich gerichtet und wehrst sie ab. Im Abwehrmodus ist dein Stresslevel entsprechend konstant hoch, wie beispielsweise bei einem Computerspiel, wo man immer mehr «Feinde» abwehren muss, je länger das Spiel dauert.


Wo die Aufmerksamkeit hingeht, dahin fliesst die Energie – in diesem Fall in die Abwehr, was das vermeintliche Problem, den «Feind» nur aufbläst und stärkt. Du ziehst Grenzen, erbaust Mauern mit dem Ergebnis, dass sich das Leid vergrössert, sowohl bei dir, als auch in deinem Umfeld.


Was wäre denn die Alternative?

Für dich einstehen und verbunden bleiben

Bewusstes Wahrnehmen schafft innere Distanz zu negativen Reizen

Fremdenergien lassen, wo sie sind

Meinen eigenen Raum einnehmen und gestalten


Du siehst also, Abgrenzung und Abwehr/Verteidigung sind keine guten Lösungen, wenn du dich überreizt und/oder durch Fremdenergien belastet fühlst. Es lohnt sich, stattdessen hinderliche Resonanzen (Glaubenssätze, Werte), an denen Fremdenergien andocken können, unter die Lupe zu nehmen und abzubauen. Und deinen eigenen Raum immer mehr einzunehmen, auszudehnen und zu gestalten. So dass du dich in deinem Körper und deinem Selbst sicher, wohl und zu Hause fühlen kannst.


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